Compagnie Lucamoros

DAS KOMISCHE SELBSTPORTRÄT

Die Worte, die unser schauspielerischer Maler-Clown ausspricht, sind das Ergebnis einer imaginären Sprache, die speziell für den Anlass erfunden wurde.

Daher hindern sie Menschen, die kein französisch sprechen, in keiner Weise daran, die Aufführung zu verstehen. Im Gegenteil! Diese Entscheidung verstärkt eine gewisse Universalität der von uns eingesetzten Bühnensprache: die der Schatten und Bilder.

 

Ein Maler steht mit seiner großen Leinwand allein auf der Bühne vor den Kindern.

Innerhalb von drei Bildern (um mit Absicht einen Begriff zu verwenden, der dem Theater und der Malerei gemein ist) wird dieser Maler der Reihe nach versuchen, sein Selbstporträt, das Porträt eines freiwilligen Zuschauers und schließlich das des gesamten Publikums zu gestalten.

Dies geschieht jedoch, ohne mit der besonderen Macht der Bilder zu rechnen, die sich bei jedem seiner Versuche unweigerlich seiner Kontrolle entziehen werden.

Über seine Rolle als Maler und über den komischen und zugleich intimen Dialog, den er mit seinen Zuschauern führt, hinaus, sieht man ihm bei dem bewegenden und lächerlichen Weg eines Clowns zu.

Das ungewöhnliche Erleben von Malerei und Theater in einem ist für die zuschauenden Kinder eine lustige und unbeschwerte Gelegenheit, über das Selbstbild und das Bild des anderen nachzudenken.